Krankenhaus – ein Ort ohne Menschenwürde?

Wir gehen immer noch davon aus, dass ein notwendiger Krankenhausaufenthalt zur Gesundung eines Menschen dienen  sollte!

Unsere medizinischen Möglichkeiten werden hochgelobt und manches Mal gelingt es, dort Rettung des Lebens zu erfahren, die es da ohne nicht gegeben hätte. Technisch, das ist sicher unbestritten, retten Ärzte dort Leben.

Was ist jedoch, wenn der Patient alt und gebrechlich ist? Was ist, wenn er angewiesen ist auf Pflege, die er selbst an diesem Ort selbst nicht leisten kann?

Ein alter Mann, geistig im Vollbesitz seiner Fähigkeiten, wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Da er durch einen Magen-, Darminfekt einen hohen Flüssigkeitsverlust erlitten hatte, sollte er stationär aufgenommen werden, um den Flüssigkeitsverlust wieder auszugleichen.

Dieser alte Mann trägt einen konstanten Katheter und deshalb Vorlagen. Im täglichen Leben ist dies keine große Einschränkung. Durch die Nutzung von Vorlagen kann eventuell Urin dahin abfließen, dann wird die Vorlage gewechselt, die hygienischen Maßnahmen ergriffen und gut ist! Natürlich benötigt dieser alte Mann im Krankenhaus die notwendige Unterstützung einer Krankenschwester, wenn er bemerkt, dass Urin in die Vorlage geflossen ist. Sollte man meinen!

Dieser Mann – auf dem Wege der Besserung – meldete sich umgehend bei einer Krankenschwester, um eine neue Vorlage zu erhalten. „Was haben Sie?“ fragte die Krankenschwester, die nach einer Weile das Zimmer betrat. Der alte Mann schilderte sein Problem. „Ich komme gleich,“ antwortete die Krankenschwester. Sie kam nicht wieder. Der alte Mann meldete sich erneut, keiner kam….

Dann wurde das Mittagessen gebracht und auf den Tisch des Krankenzimmers abgestellt. Mit inzwischen nassen Hosen musste sich der alte Mann auf den Stuhl vor den Tisch setzen und sollte in diesem Zustand sein Mittagessen einnehmen. Wiederum machte der alte Mann die Krankenschwester auf sein Problem aufmerksam. Doch es kam keine Hilfe.

Mindestens fünfmal innerhalb von drei Stunden flehte der alte Mann um Hilfe, die ihm nicht erteilt wurde. Dann kamen die Angehörigen, um ihn zu besuchen und fanden ihn in einem verzweifelten Zustand vor. Die Angehörigen machten sich umgehend auf den Weg, um für Abhilfe zu sorgen. Es dauerte nochmals eine Viertelstunde, bis sich endlich eine Krankenschwester dazu herabließ, die inzwischen durchnässte Vorlage zu wechseln!

Kein Wort der Entschuldigung! Kein Wort des Bedauerns! Kein Wort zu dem Vorfall!

Erwähnenswert ist, dass man am Tage vorher bei dem alten Mann eine Lungenentzündung diagnostiziert hatte und die Angehörigen, sollten sie den Patienten mitnehmen würden, eine „Entlassung auf eigene Verantwortungs-Erklärung“ unterschreiben sollten.

Nach Rücksprache mit dem Hausarzt wurde eine Lösung gefunden, in dem der alte Mann die notwendigen Infusionen in der Arztpraxis erhalten könnte und anschließend eine Medikation in Form von Tabletten folgen würde.

Glücklich und zufrieden ist der alte Mann nun in seiner eigenen Wohnung, unterstützt von Angehörigen und Pflegedienst. Er kann sich weitgehend selbst helfen, muss nicht in urinierten Vorlagen herumlaufen und fühlt sich rundherum wohl.

Er fühlt sich schon viel besser. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn die Angehörigen mit Hilfe des Hausarztes und des Pflegedienstes den alten Mann weiterhin in der „Obhut“ des Krankenhauses belassen hätte!

Lasst eure alten Menschen nicht im Stich! Schaut kritisch hin, wie sie im Krankenhaus „gepflegt“ werden!

Die sogenannte Pflege, die den Eindruck vermittelt, sie findet nach der Stoppuhr statt und das nicht motivierte Pflegepersonal ist eines Menschen unwürdig.

Wir müssten aufschreien bei solchen Ereignissen! Wir müssten uns wehren, wenn wir hören, dass Krankenhäuser durch ihre eigenen Keime, Menschen in Gefahr bringen. Unsere Krankenhäuser sind krank und sie bedürfen einer sofortigen Behandlung: Pflege, Hygiene, Zeit zur Fürsorge der Patienten.

Was nutzt uns alle mögliche Apparatemedizin und Fortschritte der medizinischen Technik, wenn die Grundversorgung, die Ethik und die Menschenwürde mit Füßen getreten werden!

Fazit: „Hast du einen Feind, so schicke ihn ins Krankenhaus! Hast du einen Freund, hole ihn so schnell wie es eben geht, wieder aus einem Krankenhaus heraus!“

 

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